Biografie
"Blumen von Schubert, Schumann und Strauss streute Christiane Karg dem Publikum in ihrem Liederabend, der einen Höhepunkt des Festivals darstellte... Karg gehört zum Besten, was die Liedszene zu bieten hat." (Wiener Zeitung, Juni 2011 - Schubertiade Schwarzenberg)
"Aber dann kommt die kecke Norina,… und man vergisst den Graben, weil man nur noch Ohren für die Bühne hat: Christiane Karg ist eine Höchstbegabung. Ein Sopran voll Charme und Süße, Leichtigkeit und Fülle, perfekt in Kehle und Maske sitzend, tragfähig über den Kopf abstrahlend: eine Kostbarkeit!" (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Februar 2010 – Don Pasquale Berlin).
"Man spürt, dass Karg den Liedgesang und seine intime Ausdrucksintensität liebt, aber die Oper und die großen Orchesterwerke mit Sopranstimme beherrscht sie gleich souverän… Bleibt zu hoffen, dass Christiane Karg bei aller Bühnenkarriere die Lust auf Lieder-Abenteuer nicht vergeht: Es wäre zu schade, wenn ein so frisches Album wie "Verwandlungen" ein geniales Unikat bliebe." (Spiegel online, April 2010 – CD-Besprechung)
Christiane Karg hat sich seit ihrem Debüt bei den Salzburger Festspielen im Sommer 2006 sowohl als Opern- wie auch als Liedsängerin profiliert: 2009 wurde sie von der Zeitschrift Opernwelt zur Nachwuchskünstlerin des Jahres gewählt. Im Oktober 2010 erhielt sie darüber hinaus den renommierten Musikpreis "Echo Klassik" der Deutschen Phono-Akademie für ihre erste bei Berlin classics erschienene Lied-CD Verwandlung - Lieder eines Jahres (am Klavier: Burkhard Kehring).
Die Sopranistin, in Feuchtwangen (Bayern) geboren, erhielt ihre Gesangsausbildung am Salzburger Mozarteum bei Heiner Hopfner sowie in der Liedklasse von Wolfgang Holzmair. Nach einem Aufenthalt am Konservatorium von Verona machte sie am Mozarteum ihren Master Lied/Oratorium und den Abschluss im Fach Oper/Musiktheater, wofür man ihr die Lilli-Lehmann-Medaille verlieh. Nach einem Engagement im Hamburger Opernstudio wechselte Christiane Karg im Herbst 2008 als Ensemblemitglied an die Oper Frankfurt, wo sie seither die wichtigen Rollen ihres Fachs singt: darunter Susanna, Musetta, Pamina und Servilia. Als Gast war sie an der Bayerischen Staatsoper (Ighino/Palestrina unter Simon Young), der Komischen Oper Berlin (Musetta/La Bohème und Norina/Don Pasquale) und dem Theater an der Wien (Ismene/Mitridate und Télaire/Castor und Pollux) zu erleben. In der Spielzeit 2010/11 ging die Künstlerin erstmals mit der Glyndebourne Touring Opera auf Reisen (Poppea/L'incoronazione di Poppea), Auftritte beim Glyndebourne Festival in den kommenden Jahren werden folgen. Bei den Salzburger Festspielen war sie wiederholt eingeladen, darunter im letzten Jahr als Amor in Dieter Dorns Gluck-Inszenierung von Orfeo ed Euridice unter der Leitung von Riccardo Muti und im Sommer 2011 als Zerlina in Mozarts Don Giovanni unter Yannick Nézet-Séguin. Die Opernsaison 2011/12 beginnt Christiane Karg mit ihrem Rollendebüt als Anne Trulove in The Rakes Progress an der Opera de Lille. In Frankfurt steht sie in der aktuellen Saison bei den Neuinszenierungen von La Calisto (Titelpartie) und Die Sache Makropoulos (Kristina) auf der Bühne. Hinzu kommen dort die Wiederaufnahmen von der Zauberflöte (Pamina) und ihre erste Straußpartie: die Zdenka in Arabella.
Auch als Konzertsängerin ist Christiane Karg gefragt: sie gastierte beispielsweise mit dem Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt im Wiener Musikverein (Haydn L'isola disabitata), mit der Staatskapelle Dresden unter Daniel Harding in New York und Philadelphia (Brahms Requiem), beim NDR Symphonieorchester unter Leitung von Christoph Eschenbach (Mahler 4. Sinfonie) und beim Mozarteum Orchester Salzburg unter Jérémy Rohrer (Mozart c-moll Messe). In der Pariser Cité de la Musique war sie in der vergangenen Spielzeit gleich zweimal zu Gast: mit Emmanuel Krivine (Beethoven 9. Sinfonie) sowie mit Les Arts Florissants unter Jonathan Cohen (Aci/Aci, Galatea e Polifemo). 2011/12 hält viele schöne Konzertprojekte bereit, so u. a. Mozarts Requiem unter Manfred Honeck in Kopenhagen, Haydns Jahreszeiten unter Paul McCreesh in London und Paris, Mendelssohns Lobgesang mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München und beim Kissinger Sommer, Mahlers 8. Sinfonie unter Josep Pons in Madrid, Mozart Arien unter Marek Janowski beim OSR in Genf und Griegs Peer Gynt (Solveig) zur Eröffnung des Schleswig-Holstein Musik Festivals 2012 mit dem NDR Sinfonieorchester unter Thomas Hengelbrock.
Mit besonderer Leidenschaft widmet sich Christiane Karg dem Liedgesang. Für ihre Rezitals im Wiener Musikverein und bei der Schubertiade Schwarzenberg erhielt sie jüngst herausragende Rezensionen. Auch 2012 wird die Sopranistin mit Wolfram Rieger in Schwarzenberg gastieren. Begleitet von Malcolm Martineau, Burkhard Kehring bzw. Gerold Huber präsentiert sich Christiane Karg in der aktuellen Saison u. a. im Mozarteum Salzburg, der Philharmonie Essen, der Wigmore Hall London, beim Richard Strauss Festival in Garmisch-Partenkirchen, dem Rheingau Musik Festival sowie in Hamburg und Innsbruck.